Nov 042013
 

LeberkapselnMein Verhältnis zur Leber ist immer noch ein sehr gespanntes. Auch wenn ich mittlerweile weiß, dass sie ein wahres Superfood ist und sehr wichtige Nährstoffe enthält — selbst wenn ich sie mit viel Zwiebeln und Kürbispüree zudecke, sie in Hackbraten verstecke, ich kann meine Abneigung bislang leider nicht überwinden.

Daher versuche ich es jetzt mal mit einer ungewöhnlichen Methode (bei Lauren gefunden): Leber in kleine Stücke schneiden, einfrieren und zu jeder Mahlzeit einige „Kapseln“ schlucken.

Da die Leber nicht gekocht wird, Continue reading »

Aug 162013
 

RinderwadeBei unserem Metzger war Rinderwade im Angebot und ich hatte mir vorgenommen, erstmals in meinem Leben einen Braten zuzubereiten. Der Metzger meinte zwar, das sei Siedfleisch, aber ich wollte es schmoren.

Ich schaute mir einige Rezepte im Internet an, die meisten zerstückeln die Rinderwade zu Gulasch. Bei Linda gab es die Rinderwade am Stück.

Ich habe es nun so gemacht: Im Bräter mit selbstgemachtem Butterschmalz angebraten, gewürfelte Knoblauchzehe und kleingeschnittene Zwiebel angebraten, Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Kurkuma (mach ich fast überall dran, weil es so gesund ist) und selbstgekochte Knochenbrühe hinzu. Als Ersatz für den Ketchup und den Zucker in Lindas Rezept Continue reading »

Jul 192013
 

RinderhüftsteakHeute nur mal kurz ein Bild vom Mittagessen, damit mein Blog nicht vereinsamt. Ein Rezept ist der Schlichtheit wegen nicht nötig.

Ich habe mir eine Eisenpfanne gekauft und dafür musste ein Steak her! Für mich wird es für lange Zeit das letzte gewesen sein, ich habe mal wieder gemerkt, dass ich das zähe Zeugs nicht mag. Bin mit Hackfleisch, zartem, lange geschmortem Gulasch oder zwei Scheiben Kassler Rücken viel glücklicher zu machen und spare noch Geld dabei. Aber egal: Es gibt ja Leute, denen sowas mundet, für die ist das Bildchen. Was mir wirklich schmeckte, war die butterzarte Avocado. Mittlerweile bin ich so süchtig danach, ich kann sie ohne Vinaigrette, einfach pur, mit größtem Genuss verspeisen.

Ich verstehe nicht, weshalb so viele Menschen glauben, Paleo sei Verzicht und Entsagung. Man darf wirklich schlemmen!

 

Dez 152012
 

Gulasch und FrittenGulasch war im Angebot, ein Gemüsepüree (Sellerie oder Pastinake) wollte ich noch dazu kochen, um die Soße aufzunehmen. Aber wie so oft: Plan spontan über den Haufen geworfen …

Das Gulasch kocht sich sozusagen von selbst; wenn ich nur für mich koche, verzichte ich auf das Anbraten und gebe die Gulaschwürfel gleich mit einem Glas selbstgekochter Knochenbrühe und einem halben Döschen Tomatenmark (Rest gibt’s morgen im Hackfleisch), etwas Pfeffer, Paprikapulver, Salz und einigen Paprikastücken (Anleitung bei Bentokitchen mit schönen Bildern) in einen Topf mit Deckel. Einmal aufkochen, dann zwei bis drei Stunden grade unterhalb des Siedepunkts vor sich hinsimmern lassen. Ich hatte eine Süßkartoffel da, Continue reading »

Dez 052012
 

Hackbraten mit RinderleberHackbraten mal anders: Ohne eingeweichtes Brötchen oder Semmelbrösel (da nicht paleo-konform), dafür aber mit 20 % hineingeschmuggelter Rinderleber. Die enthält viel Vitamin A, Vitamin D, Vitamin K und noch weitere sehr wichtige Nährstoffe (Chris Kresser schreibt hier zum Thema und liefert eine sehr interessante Tabelle mit Vergleichswerten zu Apfel und Karotte), aber ich kann mich noch nicht überwinden, den Schrecken meiner Kindheit wirklich “offen” zu verzehren. In einem Hackbraten kann man mit Zwiebel, Karotte, Kräutern und Gewürzen (nach Geschmack und was das Gewürzregal so hergibt) den Lebergeschmack aber sehr gut verstecken. Hackbraten schmeckt auch kalt, man kann also mit einmal Kochen (oder eher: Backen) gleich auch noch eine Abendmahlzeit oder einen Bürosnack ausstatten.

PS: Ich musste die Kommentare leider schließen, dieser Beitrag ist aus unerfindlichen Gründen ein Einfallstor für Massen an Spam :-(

Nov 192012
 

KnochenbrüheWährend ich bislang Kraftbrühe nicht mochte, habe ich im Zuge meiner Forschung über die Paleo-Ernährung gelernt, dass bone broth (Knochenbrühe) sehr viele gesundheitlich positive Aspekte hat. Wusstet Ihr beispielsweise, dass das in der Brühe gelöste Calcium vom Menschen sehr gut aufgenommen werden kann und damit eine gute Lösung für Menschen mit Laktoseintoleranz ist, an Calcium zu kommen?

Mittlerweile habe ich bereits mehrfach (mit dem Bräter im Backofen ist es am leichtesten, die Temperatur grade so zu halten, dass die Brühe nur ganz leicht simmert, man muss den Topf auch nicht beaufsichtigen und kann auch zwischendurch außer Haus gehen) Brühe gekocht und in meine 1-Portionen-Gläschen (Einmachgläser mit 230 ml Inhalt) abgefüllt. Ich mag sie immer noch nicht als klare Brühe trinken, aber ich nutze sie, um beispielsweise Gemüse darin zu Continue reading »

Nov 012012
 

BeinscheibeLebte meine Mutter noch, sie würde nicht glauben, dass ihre Tochter tatsächlich so etwas beim Metzger einkauft. Ich schrieb ja schon, dass ich fettes und/oder sehniges Fleisch nicht essen mag. Nachdem ich aber zum einen auf Paleo umgestellt und zum anderen das mit dem langsamen Schmoren gelernt habe, wurde heute wirklich und wahrhaftig so eine Beinscheibe probiert. Sehnen und Bindegewebe wandeln sich beim Schmoren in Gelatine um (die ich dann vor dem Essen entfernt habe). Das Fleisch wurde mit einer Knoblauchzehe abgerieben, gesalzt und gepfeffert und dann kurz in Butterschmalz angebraten. Dann eine Zwiebel angebraten, Fleisch wieder rein und mit selbstgekochter Rinderbrühe und Rotwein abgelöscht. So schmorte es dreieinhalb Stunden auf kleinster Stufe mit Deckel vor sich hin. Die letzten 15 Minuten gab ich noch Zucchinischeiben und eine gehäutete und entkernte Tomate dazu.

 

Okt 282012
 

TafelspitzUnser Metzger hatte Tafelspitz im Angebot und ich übe mich mittlerweile in der Zubereitung von verschiedenen Fleischgerichten. Diesen Tafelspitz habe ich dreieinhalb Stunden grade unterhalb des Siedepunkts gekocht. Dazu gab es (paleo-konform und weil ich auch keine Kartoffeln mehr dahatte) ein Selleriepüree und rote Bete. Den Fettrand des Tafelspitzes, der sich beim langen Garen in eine Art Gelee verwandelt, habe ich entfernt, ich kann mich noch nicht überwinden, das Glibberzeugs zu essen ;-) Soßen zu kochen habe ich immer noch nicht gelernt, daher habe ich einfach nur ein bisschen geschmolzene Butter darübergegeben. Für mich ist das völlig okay, aber in dieser Hinsicht fehlt mir wohl ein typisches Schwaben-Gen – es heißt ja, beim Schwaben müsse alles in Soße schwimmen.