Mai 112013
 

BananenmuffinsSeit meiner Umstellung auf Paleo habe ich meinen süßen Zahn verloren; aber für einige meiner Leser könnte dieses Rezept, das ich bei George fand, dennoch interessant sein. Wer also gelegentlich „sugar cravings“, Heißhunger auf Süßes, hat, findet hier ein vertretbares Ventil. Auch eignen die Muffins sich super als Kuchenersatz, wenn man Gäste hat, oder als Mitbringsel zu einer Büro-Party.

Anmerkung für die nicht so regelmäßigen Leser: Alle in diesem Blog seit Ende September 2012 vorgestellten Rezepte sind paleokonform, also getreidefrei und damit auch 100 % glutenfrei.

In den über sieben Monaten meines Paleolebens habe ich langsam, sehr langsam, Verbesserungen im Produktangebot der Supermärkte/Biomärkte festgestellt. Zwar leider noch immer kein Mandelmehl weit und breit, aber das Kokosmehl, das man für diese Muffins braucht, habe ich vor kurzem endlich im Edeka-Center in meiner Nähe entdeckt! Insofern kann man sagen, dass die Muffins keine supersonderspezial-Zutaten brauchen und als Schlichtes Gericht qualifiziert sind.

Weil ich mich kenne, habe ich George’s Rezept vorsorglich halbiert. Es waren also 3 kleine Bananen mit ca. 300 Gramm, 2 Eier, 70 g weißes Mandelmus (gibt’s bei alnatura bzw. bei dm), Continue reading »

Mrz 132013
 

Avocado-CremeSeit ich – hoffentlich nur vorübergehend – auf Milchprodukte verzichte und daher Sahne (Banane mit Schlagsahne, hmmm!) leider nicht mehr auf dem Speisezettel steht, bin ich ein Fan der Cremigkeit und des seidigen Mundgefühls der Avocado geworden. Meist esse ich sie mit einer Vinaigrette im Salat. Sie macht unglaublich lange satt und enthält gute Fette und Vitamine.

Eigentlich brauche ich seit meiner Umstellung auf Paleo keinen Nachtisch mehr und habe auch keine Heißhungerattacken auf Süßes. Angesichts der vor mir liegenden schweren Wochen habe ich aber vorsorglich ein Seelentröster-Rezept ausgesucht. Da die Avocado nur einen schwachen Eigengeschmack hat, kann man sie wunderbar als Creme-Basis verwenden, sie schmeckt nicht raus. Continue reading »

Dez 222012
 

Lila BlumenkohlAch, es hätte so schön werden können … Ich lasse mich ja häufig von schönen Bildern in Foodblogs verführen. So hatte es mir dieses Rezept eines Farmer’s Pie mit lila Decke angetan. Das wäre doch mal wirklich ein Gericht, mit dem man bei Gästen Furore macht, das aber ganz schlicht in der Zubereitung ist! Die Schwierigkeit war, diesen lila Blumenkohl käuflich zu erwerben. Continue reading »

Nov 072012
 

Hühnchen indischFür Slow Cooker gibt es viele Rezepte, denn in den USA sind sie ein sehr beliebtes Küchengerät. Ich habe keinen solchen Topf, aber mich hat Clementine’s Slow Cooker-Rezept Indian Butter Chicken inspiriert, mit einigen indischen Gewürzen und Kokosmilch zwei dicke Hähnchenschenkel im Bräter im Backofen langsam zu schmoren. Mir selbst macht es gar nichts aus, die oft frugalen Gerichte im Paleostyle zu essen, die manchmal nicht so richtig sexy aussehen; aber ich möchte mir ein paar paleokonforme Rezepte zulegen, die ich auch Gästen servieren kann. Da das indische Hühnchen praktischerweise gleich eine Soße mitliefert (ich kann immer noch keine Soßen kochen) und da es bestens vorbereitet werden kann, ist es für Gäste gut geeignet. Diese bekommen dann noch eine Portion Reis aus dem Reiskocher dazu, wer paleo isst, begnügt sich mit Gemüse als Beilage. Da grünes Gemüse nach Dr. Terry Wahls Empfehlung täglich verzehrt werden sollte (Infos dazu fand ich bei der Paleo Mom), habe ich Wirsing dazu gedünstet, der Saison hat und günstig ist, und noch zwei kleine Karotten (farbiges Gemüse für Flavonoide und Polyphenole). Wenn ich die zweite Portion Fleisch esse, werde ich ein anderes Gemüse versuchen, der Wirsing passte für meinen Geschmack nicht so recht zu dieser Soße. Freue mich über Vorschläge von Euch!

Okt 052012
 

Geschmorte RinderbackeBei mir gibt es aus mehreren Gründen nur ungefähr einmal pro Woche Fleisch. Seit ich vor etwa zwei Jahren anfing, mir nach und nach – from scratch, wie der Amerikaner sagt, also von Grund auf – das Kochen selbst beizubringen, hatte ich nur Hackfleischgerichte, Geflügel, Kassler oder Gulasch zubereitet. Denn schon seit meiner Kindheit bin ich etwas mäkelig, was fettes, sehniges oder gar knorpeliges Fleisch angeht. Vor etwa einem Jahr stieß ich dann auf eine schöne Erklärung, wie man Muskelfleisch richtig schmort: Bei nicht zu hoher Temperatur und dafür für mehrere Stunden. Mir war bisher nicht klar gewesen, dass das Bindegewebe zunächst beim Kochen/Braten/Schmoren fester wird, sich erst nach einiger Zeit dann entspannt und weich wird, dass sich die ungeliebten Sehnen und Fettteile beim langsam-langen Schmoren auflösen bzw. in Gelatine verwandeln und das Fleisch wunderbar zart wird. Seither traue ich mich auch an Schmorgerichte heran. Continue reading »

Sep 292012
 

Tomaten-Fenchel-GratinHeute geht’s sehr gesund zu. Ich sah dieses Rezept und war hauptsächlich von den schönen Bildern bezaubert. Aber da ich in Experimentierlaune war und weil es noch Tomaten aus dem Garten gibt, hab ich es einfach mal ausprobiert. Es wurde eine Variation, denn Oliven waren keine da, die sind auch nicht so preiswert. Statt Parmesan nahm ich einen Bergkäse, der noch im Kühlschrank saß, Thymian gab’s nur getrocknet. Die Tomaten habe ich wie immer gehäutet – die “echten” Tomaten haben im Gegensatz zu Treibhausware eine recht dicke Haut. Ein preiswertes, schnelles Gericht, das man auch gut für Gäste zubereiten kann: Während das Gratin im Ofen gart, hat man Zeit, noch Fleisch oder andere Beilagen zuzubereiten. Beim nächsten Mal werde ich den Fenchel noch dünner hobeln und besser vorgaren, der war noch reichlich bissfest.

Jul 232012
 

Serviettenknödel mit GulaschIch kenne als Beilage zu Gulasch bisher Spätzla oder Reis. Für A. gehören Böhmische Knödel dazu. Also habe ich mich mal an sein Familienrezept gewagt. Es scheinen mir nicht die “einfachen” böhmischen Knödel (das wären Hefeknödel ohne Brotzusatz) zu sein, sondern Serviettenknödel, mit Backpulver und Würfeln von altbackenem Brot. Das Bild zeigt mein Erstlingswerk. Die Technik muss ich noch ein wenig verbessern, essbar war’s aber auch so. Da man so ein Gulasch ja wunderbar vorbereiten und wieder aufwärmen kann und auch die Knödel schon am Vortag hergestellt und dann vor dem Essen in Scheiben geschnitten im Dampf wieder erwärmt werden können, schafft es das Gericht in meine Rubrik Wenn Gäste kommen.

Jul 142012
 

ZitronenhähnchenEin Gericht, das zu jeder Jahreszeit passt und das man mit saisonaler Gemüsebeilage immer anpassen kann: Hähnchenbrust mit Zitrone. Da das Hähnchen im Backofen gegart wird, mache ich immer auch Rosmarinkartoffeln dazu, die auch im Ofen gebacken werden. Deshalb eignet sich das Gericht auch gut für Gäste: Das Hähnchen kann man schon frühzeitig in die Marinade legen, die Kartoffeln kommen als erste in den Ofen, später das Hähnchen dazu. Und wenn die Gäste da sind, zieht man das Gericht aus dem Rohr und gart noch kurz die Gemüsebeilage. Momentan, da zarte grüne Bohnen im Garten geerntet werden können, esse ich Bohnen dazu. Im Herbst Kürbisgemüse. Auch Spinat passt oder man mischt die Kartoffeln mit Karotten. Erlaubt ist, was der Köchin schmeckt.

Apr 222012
 

Gulasch mit SpätzlaEin Gericht, das schon Zeit braucht, aber dafür umso schneller verputzt ist: Gulasch. Heute in der Variante Schwein und mit geschabten Spätzla. Paprika hatte ich leider keine im Haus. Zubereitungsvarianten gibt es unzählige, ein Ungar würde sich gegen die Bezeichnung Gulasch für meine Variation verwahren, aber allen gemeinsam ist wohl, dass das Fleisch gar nicht sanft und lange genug gegart werden kann. Also eigentlich auch wieder was für Gäste, es schmurgelt einfach so vor sich hin und wenn man zu Tisch schreiten will, braucht’s nur noch wenige Minütchen.

Apr 012012
 

ApfelstrudelIrgendwie haftet dem Apfelstrudel (oder auch anderweitig gefülltem Strudel) ein Mythos an – es sei schwierig, ihn dünn auszuziehen. Als ich mich schließlich mal dran versuchte, war ich erstaunt, wie einfach das geht. Und weil man den Strudel mit allem füllen kann, wonach einen gelüstet bzw. was die Vorratskammer/Jahreszeit so hergibt, er zudem warm und auch kalt schmeckt, passt er eigentlich in alle Lebenslagen. Als Mitbringsel für eine Party, ins Fresspaket fürs Büro, zum Sonntagskaffee oder auch einfach nur als Seelentröster. Ich mag ihn am liebsten mit Äpfeln, Zimt, Mandelblättchen, Rumrosinen und karamellisierten Semmelbröseln. Je nach Vorratslage mit Schlagsahne oder mit selbstgekochter Vanillesoße. Wer sich das vorher lieber nochmal anschaut: Hier demonstriert der Profi.