Dez 202015
 

SchmortopfMan glaubt es kaum, aber ich habe noch nie mit einem Römertopf gekocht. Als ich kürzlich in einem syrischen Restaurant auf der Karte Tajine-Gerichte sah, also Köstlichkeiten, die in einem Tontöpfchen geschmort werden, erinnerte ich mich, dass in unserem Gemeinschaftskeller noch irgendwo ein alter Römertopf aus einer Erbmasse rumstehen müsste. Dieser ist zwar kein echter Römertopf, aber die Marke ist (mir) egal, Hauptsache Ton-Schmortopf. Angeblich für 3–6 Personen, aber wenn ich die Größe so anschaue, kann ich nur darüber lachen. Da passt nicht mal eine ganze Ente rein, geschweige denn auch noch Gemüse. Er ist also für meine Zwecke keineswegs zu groß. Continue reading »

Okt 112015
 

MinigratinEs lag noch eine Süßkartoffel in meiner Küche rum, die langsam weg musste und ich bekomme am Montag Besuch zum Mittagessen – da kam mir die Inspiration von lisa bei Swiss Paleo gerade recht. Süßkartoffel-Gratin in Einzelportionen, das klang vielversprechend. Weil ich aber bei meinen Muffinsformen immer Probleme mit dem Ankleben habe (egal, ob ich die aus Metall oder aus Silikon nehme, egal, wie gut ich einfette), habe ich dieses Mal auf den Kick verzichtet, das Experiment live am Gästetag durchzuführen. Sprich: Ich habe es vorher einmal getestet.

Diese Beilage ist wirklich ideal fürs Gästekochen, denn die eigentliche Zubereitung geht fix, dann schiebt man die Törtchen in den Ofen und hat somit die Hände und den Herd frei für die Menübestandteile, die erst kurz vorm Eintreffen der Gäste Continue reading »

Okt 022015
 

KokosmilchjoghurtNachdem mein erster Joghurtversuch erfolgreich war, wollte ich natürlich weiterexperimentieren. Zum einen mit anderen Mischungsverhältnissen Milch–Sahne, aber auch mit anderen Starterkulturen und ebenso mit caseinfreien Milchsorten. Zudem möchte ich herausfinden, wie die Konsistenz optimal cremig wird.

Also versuche ich es im Teil 2 mit einer milcheiweißfreien und laktosefreien Variante: Dem Kokosmilch-Joghurt. Nicht alle Leser meines Blogs interessieren sich für die Theorie hinter dem Lebensmittel, daher habe ich die Erläuterung, warum Kasein (ein Milcheiweiß) und Laktose für manche Menschen unverträglich sind, ans Ende dieses Beitrags geschoben. Continue reading »

Sep 292015
 

JoghurtVor einiger Zeit berichtete ich darüber, dass ich mir ein Kefirknöllchen zugelegt hatte, um Kefir zu produzieren. Der lässt sich sehr unaufwändig-einfach bei Zimmertemperatur herstellen und hat eine viel höhere Bandbreite an unterschiedlichen nützlichen Bakterien als Joghurt, aber der Geschmack ist einfach nicht meiner.

Deshalb wollte ich mich an Joghurt wagen – selbstverständlich selbst fermentiert, damit auch wirklich Qualitätsmilch drin ist und keine Zusätze, Plastikbecher- und Aluminiumdeckel-Müll adieu. Ich stellte fest: Das ist eine Wissenschaft für sich! Aber weil mich sowas ja interessiert und anspornt, tauchte ich ab in die Blogwelt.

Die meisten Blogs scheren sich nicht um die richtige Fermentation, dort ist wichtig, dass man das Etikett probiotisch draufmachen kann und der Joghurt so schmeckt und so cremig bzw. stichfest wird, wie man es vom gekauften gewohnt ist. Was die Zusätze wie beispielsweise Milchpulver im Darm anrichten Continue reading »

Aug 232015
 

SalamigurkenHeute geht’s nur um einen kleinen Snack. Es ist Gurkensaison und ich bin im Glück, weil ich Salzgurken naschen kann. Und das, obwohl ich westlich des Salzgurkenmeridians lebe und mit Essiggurken aufwuchs.

Es gibt ja viele berühmte „Paare” in der Küche: Melone und Parmaschinken, Käsewürfel und Traube, Tomate und Mozzarella, … Meins ist nicht berühmt, aber lecker! Außerdem ist es eine ausgewogene Angelegenheit, alle Nährstoffgruppen sind vertreten :-) Die gesundheitlichen Vorteile der Milchsäurebakterien aus dem Gurkenferment noch gar nicht eingerechnet.

Muss ich schreiben, wie’s geht? Gürkchen der Länge nach halbieren oder vierteln, Salamischeibe darum wickeln, reinbeißen. Salzgurken sind übrigens super einfach zu machen, sie eignen sich bestens für Fermentier-Anfänger. Continue reading »

Aug 102015
 

Eintopf mit Wurst und GemüsereisDa es (mir) am Wochenende zu heiß war, um den Grill anzuwerfen, lag noch eine Grillwurst in meinem Kühlschrank. Die könnte ich doch zu einem Gericht verwursten, das schnell geht und wenig Abwasch verursacht. Gedacht, getan:

Ich drückte das Brät aus der Wursthülle und formte (ungefähr, Schönheit ist mir nicht so wichtig) kleine Bällchen daraus. Praktischerweise sind sie schon fertig gewürzt. Dann dünstete ich Zwiebelwürfel und etwas Knoblauch in einem Topf kurz an (nehmt Kokosöl, Butter, Olivenöl oder Palmöl, was Euch am besten schmeckt). Die Fleischbällchen briet ich auch kurz an, Continue reading »

Jun 292015
 

HühnerleberInnereien sind unglaublich gesund, sie liefern sehr wichtige Vitamine. Deshalb sollten sie ein- bis zweimal pro Woche auf der Speisekarte stehen.

Leider verbindet mich mit Leber eine lebenslange Feindschaft, mein erster Versuch einer Annäherung war wenig erfolgreich. Bis heute konnte ich auch noch nicht in Erfahrung bringen, wie man Leber „versäubert”. Steht in allen Rezepten, keiner erklärt, wie das geht. Vermutlich war mein erster Versuch auch deshalb nicht sehr lecker.

Weil ich immer noch hoffe, dass man den Geschmackssinn erziehen kann, ließ ich mich von einer Freundin dazu ermuntern, es mal mit Hühnerleber zu versuchen. Kleine Stücke, die man „mit einem Happs essen kann”.

Nach ihrer Vorgabe briet ich also erst eine Birne in Butter an, danach in deren Bratfett einige Hühnerleber-Stückchen. Continue reading »

Jan 312015
 

GemüsepfanneIch habe in den vergangenen Monaten eine regelrechte Leidenschaft für die Pastinake entwickelt. Mit Lauch und Karotten zusammen in Butter in der Pfanne knackig gedünstet – ich könnte mich reinlegen und verstehe gar nicht, warum so viele Menschen glauben, Gemüse schmecke nicht.

Die Pastinake ist nicht nur regional und saisonal, sondern sie hat auch enorme innere Qualitäten. Bis auf das Carotin ist sie der Karotte in vielen Disziplinen überlegen:
(Werte aus Sarah Ballantynes Nährstofftabelle)

Provit A µgVit C mgVit E mgVit K µgVit B9 µg
Karotte 100 g8355,90,713,219
Pastinake 100 g0171,522,567
Apfel 100 g347,800,718
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Jan 262015
 

OchsenschwanzsuppeEine Freundin schickte mir ein Rezept für Ochsenschwanz und köderte mich damit. Dort wurde der Eintopf auf dem Herd zubereitet, ich wollte aber den Slow Cooker benutzen.

Also bestellte ich beim Metzger einen Ochsenschwanz und ließ ihn mir in etwa vier Zentimeter dicke Abschnitte zerteilen. Es wurden knapp 1,5 kg, das ist zuviel für meinen dreieinhalb-Liter-Slow Cooker (was ich eigentlich auch weiß, 1–1,25 kg sind besser).

Die Ochsenschwanz-Stücke legte ich auf ein Backblech, gab Salz und Pfeffer darüber und schob das Blech bei vorgeheizten 220 °C für 20 Minuten in den Ofen. Während das Fleisch schmurgelte, schnitt ich zwei Selleriestangen, eine Zwiebel und eine dicke Knoblauchzehe in Stücke, nahm geschälte Tomaten aus der Dose (die Soße kippe ich immer weg) und legte alles in den Slow Cooker. Dann gab ich ein Glas meiner selbstgekochten Knochenbrühe hinein, Salz, Pfeffer und getrockneten Thymian. Ich stellte den Slow Cooker schon mal auf high, legte das Fleisch nach dem Anrösten in den Topf und goss mit heißem Wasser auf. Man kann auch Rotwein statt Wasser nehmen. Continue reading »

Dez 102014
 

KimchiSchon lange lese ich bei Isa über Kimchi, bislang hat es mich nicht gereizt. Superscharf ist nicht so mein Ding, auch wenn ich nicht zimperlich bin, wenn ein Gericht scharf gewürzt ist.

Nun habe ich es doch mal nach Isas Rezept gemacht; warum man allerdings soviel Reispaste herstellen soll, wenn man nur zwei Esslöffel davon braucht, hat sich mir nicht recht erschlossen. Ich empfehle, nur ein Drittel der angegebenen Menge zu kochen, da bleibt immer noch genug übrig.

Die Kimchiherstellung ist ein Heidenaufwand, finde ich, ich war stundenlang Continue reading »