Jan 192014
 

KohlrouladenWährend ich dies schreibe, bin ich selbst erstaunt: Tatsächlich habe ich noch nie Kohlrouladen selbst gekocht. Wurde also echt Zeit. Zwar esse ich, abgesehen von Chiliflocken als Gewürz, schon seit längerer Zeit keine Nachtschattengewächse (Paprika, Tomaten, Auberginen, Kartoffeln usw.) mehr, aber ab und zu mal ist es okay für mich. Also gab es die Rouladen mit Tomatensoße.

Ich würzte eine Portion Hackfleisch so, wie ich es für einen Hackbraten würze (1 Ei hinzu, 1 TL Senf, Salz, schwarzer Pfeffer, Chiliflocken, Sardellenpaste, Continue reading »

Jan 052014
 

Pulled PorkSchon vor meiner Paleozeit hatte ich mit einem Slow Cooker geliebäugelt. Damals waren sie aber leider noch nicht auf deutsche Steckdosen und Netzspannung ausgelegt. Seit meiner Umstellung auf Paleo koche ich regelmäßig eine 24-Stunden-Knochenbrühe, die ich künftig im Slow Cooker stromsparender zubereiten will. Nachdem ich in jüngerer Zeit auch mehrfach zähe Fasern produziert hatte statt des erhofften zarten, von selbst auseinanderfallenden Fleisches, habe ich nun endgültig zugeschlagen und mir das Küchenutensil gekauft. Ich bin zurückhaltend beim Kauf von Küchengeräten, hoffe jedoch, dass sich dieses Gerät zu einem echten Gebrauchsgegenstand entwickelt.

Mein erster Versuch damit war Pulled Pork, eine nordamerikanische Grillspezialität. Natürlich schmeckt das Original aus dem Barbeque-Smoker besser, das ist klar, aber für den 1-Personen-Haushalt ist der Slow Cooker doch Continue reading »

Nov 192012
 

KnochenbrüheWährend ich bislang Kraftbrühe nicht mochte, habe ich im Zuge meiner Forschung über die Paleo-Ernährung gelernt, dass bone broth (Knochenbrühe) sehr viele gesundheitlich positive Aspekte hat. Wusstet Ihr beispielsweise, dass das in der Brühe gelöste Calcium vom Menschen sehr gut aufgenommen werden kann und damit eine gute Lösung für Menschen mit Laktoseintoleranz ist, an Calcium zu kommen?

Mittlerweile habe ich bereits mehrfach (mit dem Bräter im Backofen ist es am leichtesten, die Temperatur grade so zu halten, dass die Brühe nur ganz leicht simmert, man muss den Topf auch nicht beaufsichtigen und kann auch zwischendurch außer Haus gehen) Brühe gekocht und in meine 1-Portionen-Gläschen (Einmachgläser mit 230 ml Inhalt) abgefüllt. Ich mag sie immer noch nicht als klare Brühe trinken, aber ich nutze sie, um beispielsweise Gemüse darin zu Continue reading »

Nov 072012
 

Hühnchen indischFür Slow Cooker gibt es viele Rezepte, denn in den USA sind sie ein sehr beliebtes Küchengerät. Ich habe keinen solchen Topf, aber mich hat Clementine’s Slow Cooker-Rezept Indian Butter Chicken inspiriert, mit einigen indischen Gewürzen und Kokosmilch zwei dicke Hähnchenschenkel im Bräter im Backofen langsam zu schmoren. Mir selbst macht es gar nichts aus, die oft frugalen Gerichte im Paleostyle zu essen, die manchmal nicht so richtig sexy aussehen; aber ich möchte mir ein paar paleokonforme Rezepte zulegen, die ich auch Gästen servieren kann. Da das indische Hühnchen praktischerweise gleich eine Soße mitliefert (ich kann immer noch keine Soßen kochen) und da es bestens vorbereitet werden kann, ist es für Gäste gut geeignet. Diese bekommen dann noch eine Portion Reis aus dem Reiskocher dazu, wer paleo isst, begnügt sich mit Gemüse als Beilage. Da grünes Gemüse nach Dr. Terry Wahls Empfehlung täglich verzehrt werden sollte (Infos dazu fand ich bei der Paleo Mom), habe ich Wirsing dazu gedünstet, der Saison hat und günstig ist, und noch zwei kleine Karotten (farbiges Gemüse für Flavonoide und Polyphenole). Wenn ich die zweite Portion Fleisch esse, werde ich ein anderes Gemüse versuchen, der Wirsing passte für meinen Geschmack nicht so recht zu dieser Soße. Freue mich über Vorschläge von Euch!

Nov 012012
 

BeinscheibeLebte meine Mutter noch, sie würde nicht glauben, dass ihre Tochter tatsächlich so etwas beim Metzger einkauft. Ich schrieb ja schon, dass ich fettes und/oder sehniges Fleisch nicht essen mag. Nachdem ich aber zum einen auf Paleo umgestellt und zum anderen das mit dem langsamen Schmoren gelernt habe, wurde heute wirklich und wahrhaftig so eine Beinscheibe probiert. Sehnen und Bindegewebe wandeln sich beim Schmoren in Gelatine um (die ich dann vor dem Essen entfernt habe). Das Fleisch wurde mit einer Knoblauchzehe abgerieben, gesalzt und gepfeffert und dann kurz in Butterschmalz angebraten. Dann eine Zwiebel angebraten, Fleisch wieder rein und mit selbstgekochter Rinderbrühe und Rotwein abgelöscht. So schmorte es dreieinhalb Stunden auf kleinster Stufe mit Deckel vor sich hin. Die letzten 15 Minuten gab ich noch Zucchinischeiben und eine gehäutete und entkernte Tomate dazu.

 

Okt 142012
 

Hähnchen in Kokos-Senf-Curry-SauceGestern gab es mal wieder ein Pfannengericht. Und weil A. gerne Hähnchen isst (und es Hühnchen nennt), hab ich mal dieses Rezept von Jens ausprobiert.

Das mit den 160-ml-Kokosmilch-Dosen ist in den diversen Supermärkten meiner Umgebung schwierig. Viel wichtiger finde ich persönlich, auf die 400-ml-Standardgröße genau draufzuschauen. Es gibt nämlich nicht nur Preisunterschiede, sondern auch die Zutaten variieren. Man kann eine mit 85 % Kokosnussextrakt und 15 % Wasser befüllte Marke kaufen. Oder eine Dose mit 80 % Kokosfleisch, Wasser, Verdickungsmitteln und Säuerungsmittel. Es gibt noch viele weitere Konstellationen (teils mit noch mehr Zusatzstoffen, dafür nur 65 % Kokos), manchmal auch mit Zucker als billigem Füllstoff. Nun ja, zur Qualität und Herkunft der Zutaten (vor allem natürlich des Hähnchenfleischs) hat sicherlich jeder Leser eine eigene Meinung.

Leider gehört dieses Essen nicht grade zu den fotogenen Gerichten. Doch gestellte Fotos kommen auf meinem Blog nicht in Frage. Vielleicht reiche ich es bei Ugly Food ein, dann hat es immerhin noch einen Amüsiereffekt. Geschmeckt hat es mir aber.

Sep 222012
 

PilawAm liebsten koche ich für A. Da ist zwar meist die Zeit zu knapp für wirklich außergewöhnliche Menüs, aber für diese Mahlzeiten nehme ich gerne längere Zutateneinkäufe, Vorbereitungszeiten und Kochzeiten in Kauf. Koche ich nur für mich, muss es möglichst schnell gehen. Da ich auch ohne Spülmaschine bin, ist ein Eintopf mit wenig Abwasch ebenfalls gerne gesehen. So gab es heute Pilaw. Das Rezept hatte ich mir bei Tobias abgeschaut. Reis waschen, Cashews hacken, Möhren hobeln und die restlichen Zutaten einfach noch dazuschütten. Ras el-Hanout hatte ich keines da, ich hab eine Couscous-Gewürzmischung und ein wenig Curry genommen. Und dann einfach alles in den Reiskocher füllen, anschalten, derweil im Internet surfen und nach etwa 30 bis 35 Minuten servieren. Ich liebe diese Mischung aus weichem Reis und noch leicht bissfesten Möhren und Nüssen.

Mrz 102012
 

A grain, a green, and a beanAls ich diesen griffigen Slogan entdeckte, musste ich ihn einfach in Essen umsetzen; und das, obwohl diese Ernährungsweise auf Dauer nichts für mich wäre.

Die dort vorgeschlagenen Zutat collard greens (grüne Blätter einer Gemüsekohlart) ist in Deutschland leider nicht verbreitet und da ich das zugrundeliegende Buch nicht kenne, weiß ich auch nicht genau, was mit green letztendlich gemeint ist. Ich deute es kurzerhand als Gemüse und habe eine Zucchini verwendet. Als grain (Getreide) kam Reis zum Zuge und für bean (Bohne) nahm ich Kidneybohnen aus der Dose, denn leider hatte ich gestern vergessen, die Azukibohnen für heute einzuweichen. Durch diese bequemen Zutaten wird es auch noch ein sehr schnell zubereitetes Gericht.

Feb 272012
 

Kassler mit SauerkrautZwar bekommen wir zur Zeit schon einen Vorgeschmack auf den Frühling, aber ich denke, es werden noch kalte Tage kommen, an denen man sich mit einem kräftigen, wärmenden Essen stärken mag: Kassler, Sauerkraut und Kartoffeln.

Schon beim Einkauf ist das Gericht sehr praktisch – ich kaufe das Sauerkraut offen beim Metzger, wenn ich die Scheiben vom Kassler Rücken besorge. Kartoffeln hab ich immer im Haus, ein schrumpeliger Lagerapfel noch dazu und ein Zwiebelchen, Gewürze und schon kann man den Deckel schließen. Ich koche nämlich alles in einem Topf – im Schnellkochtopf.

Feb 182012
 

Chili con carne

Eigentlich sollte ich es nicht so nennen, denn mit dem ursprünglichen Chili con carne hat es wenig zu tun. Meines enthält Hackfleisch, Kidneybohnen, Mais, Tomatenmark, Koriander, Gewürze und Chilischote(n).

Bevor ich begann, mir das Kochen beizubringen, war dieses schlichte Gericht eines der wenigen, die ich mich zuzubereiten traute, wenn Gäste kamen. Man kann nämlich wirklich nichts falsch machen. Man würzt moderat und der Gast würzt nach eigenem Geschmack nach; kommt der Besuch zu spät, köchelt das Gericht einfach schadlos weiter auf dem Herd. Dazu reicht man selbstgebackenes Brot.

Im Bild ist nur wenig Chilischote zu sehen, ich nahm nur eine halbe Schote für meine Singleportion, diese war aber richtig richtig scharf und das Essen wärmte mich für eine sehr lange Zeit. Probiert die Chilischote vor dem Würzen, sie haben ganz unterschiedliche Schärfegrade.