Jan 052014
 

Pulled PorkSchon vor meiner Paleozeit hatte ich mit einem Slow Cooker geliebäugelt. Damals waren sie aber leider noch nicht auf deutsche Steckdosen und Netzspannung ausgelegt. Seit meiner Umstellung auf Paleo koche ich regelmäßig eine 24-Stunden-Knochenbrühe, die ich künftig im Slow Cooker stromsparender zubereiten will. Nachdem ich in jüngerer Zeit auch mehrfach zähe Fasern produziert hatte statt des erhofften zarten, von selbst auseinanderfallenden Fleisches, habe ich nun endgültig zugeschlagen und mir das Küchenutensil gekauft. Ich bin zurückhaltend beim Kauf von Küchengeräten, hoffe jedoch, dass sich dieses Gerät zu einem echten Gebrauchsgegenstand entwickelt.

Mein erster Versuch damit war Pulled Pork, eine nordamerikanische Grillspezialität. Natürlich schmeckt das Original aus dem Barbeque-Smoker besser, das ist klar, aber für den 1-Personen-Haushalt ist der Slow Cooker doch die sinnvollere Zubereitungsart.

Ich kaufte also 1 Kilo Schweineschulter, rieb sie mit Senf und Salz ein, (wer Nachtschattengewächse verträgt, kann noch Paprikapulver und Chiliflocken verwenden), marinierte sie 12 Stunden im Kühlschrank und legte sie dann in den Slow Cooker (mein Topf hat 3,5 Liter Inhalt). Ein Rezept, das ich im Netz fand, empfahl ein Bett aus Karotten und Zwiebeln, keine Flüssigkeitszugabe und 8 bis 10 Stunden auf low. Nach 8 Stunden hob ich doch mal den Deckel, um mit einem Bratenthermometer die Kerntemperatur zu prüfen. Knapp 70 Grad erst – mir wurde klar, dass das noch viel länger dauern würde. Nach 13 Stunden wollte ich nicht mehr warten, legte das Fleischstück noch einige Minuten unter den Grill des Backofens, um außen eine appetitliche Kruste zu erzielen (nehmt kein Backpapier! Ich hab das für Euch getestet.), und dann kam der Moment: Es sieht gut aus, ist auch essbar, aber es ist noch ziemlich fest. Das heißt also: Beim nächsten Mal lege ich das Fleisch einfach nackt in den Slow Cooker (ich hatte mir eine schöne Soße und leckere Beilage vom Gemüsebett erhofft, das war nicht der Fall) und werde es volle 15 Stunden lang ohne Deckellüften schmoren lassen.

Wenn ich das noch ein paar Mal geübt habe, vor allem auch hinsichtlich der Soße, ist dies ein super Gericht, wenn Gäste kommen. Normalesser kriegen dann noch Reis dazu oder ich backe ihnen ein no-knead-Brot, mit dem sie die Soße auftunken können. Ich selbst brauch das nicht, ich esse lieber reichlich Gemüse dazu.

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