Aug 212016
 

Nomato-Bolo-KürbisspaghettiKürzlich gab ich jemandem den Rezeptlink zur Nomato-Sauce (das ist eine Tomatensoße für Menschen, die nach AIP essen und daher keine Tomaten verzehren) und dachte, wie schön es wäre, wenn ich in Deutschland auch mal so einen Spaghettikürbis finden könnte, den die Amerikaner alle zuhauf in ihren Rezepten einsetzen. Einen Tag später gehe ich durch meinen Supermarkt und werfe einen kurzen Blick auf die jungen Kürbisse – und tada! Da lagen sie, die Spaghettikürbisse! Hach.

Also hab ich abends die Nomato-Sauce im Slow Cooker angesetzt; die ist ja super einfach: Alles zusammenwerfen, anschalten, ins Bett gehen. Am nächsten Morgen etwas abkühlen lassen, die Lorbeerblätter rausfischen und dann im Blender schön cremig mixen. Gleich eine ordentliche Menge kochen und in kleine Portionsgläschen füllen für spätere Ruckzuck-Gerichte.

Heute habe ich dann die Hackfleischsoße ein halbes Stündchen auf dem Herd gesimmert und nebenher den Kürbis zubereitet. Weil Ihr wisst, dass ich Experimente in der Küche lieeeeebe, habe ich zwei Zubereitungsarten ausprobiert:

1 Katie röstet ihn im Ofen, damit er nicht so lasch wird wie gedämpfter Kürbis. Also eine Kürbishälfte mit der Schnittfläche nach oben in eine feuerfeste Auflaufform gelegt und auf der mittleren Schiene in den kalten Backofen geschoben, auf 240 °C geschaltet und nach 45 Minuten (mein Backofen ist sehr altersschwach) mal gecheckt, ob er schon fertig ist.

2 Tracy gewinnt den Schnelligkeitspreis mit der Zubereitung im Instant Pot. Die andere Kürbishälfte hab ich 6 Minuten im Instant Pot gegart, dann wie angegeben schnell-abgedampft. Nachdem er ein wenig ausgedampft hatte, habe ich die Stränge mit der Gabel rausgekratzt.

Mein Fazit:
Das hat natürlich nichts mit echten Spaghetti zu tun. War aber vorher schon klar und ist nicht schlimm.
Ich mag Kürbis sehr, sehr gerne.

Das einzig Schwierige an dem Gericht ist eigentlich (selbst mit großem und sehr scharfem Messer), den störrischen Kürbis zu halbieren, ohne sich selbst zu verletzen. Und es ist ein bisschen Erfahrungssache – je nach Größe des Kürbis und Lagerdauer – wie lange er braucht, bis er wirklich gar ist. Meiner war noch nicht so ganz richtig weich. Vielleicht wurden es auch deshalb keine langen Spaghetti, sondern von der Form her eher eine Art Karottenraspel. Aus dem Ofen schmeckt er tatsächlich besser. Aber weil ja eh eine Bolognesesoße drüberkommt, ist der Unterschied nicht so richtig wichtig.

Der Spaghettikürbis macht was her, man kann ihn auch Gästen servieren; die Soße lässt sich super vorbereiten und wird ja nur besser, je länger sie köcheln darf. Ziemlich stressfreies Gericht.

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