Ein Gericht, das schon Zeit braucht, aber dafür umso schneller verputzt ist: Gulasch. Heute in der Variante Schwein und mit geschabten Spätzla. Paprika hatte ich leider keine im Haus. Zubereitungsvarianten gibt es unzählige, ein Ungar würde sich gegen die Bezeichnung Gulasch für meine Variation verwahren, aber allen gemeinsam ist wohl, dass das Fleisch gar nicht sanft und lange genug gegart werden kann. Also eigentlich auch wieder was für Gäste, es schmurgelt einfach so vor sich hin und wenn man zu Tisch schreiten will, braucht’s nur noch wenige Minütchen.
Der erste deutsche Spinat der Saison – ich musste einfach zugreifen! Und kochte den Klassiker, nämlich Blattspinat mit Pellkartoffeln und Spiegeleiern. Ja, ich weiß, es ist eigentlich ein Setzei. Normalerweise brate ich die Eier von beiden Seiten, aber fürs Foto sieht diese Variante einfach besser aus. Als Variation gehen natürlich auch Stampfkartoffeln; da ich jedoch morgen Bratkartoffeln machen möchte, kochte ich heute eine doppelte Portion Pellkartoffeln.
Irgendwie haftet dem Apfelstrudel (oder auch anderweitig gefülltem Strudel) ein Mythos an – es sei schwierig, ihn dünn auszuziehen. Als ich mich schließlich mal dran versuchte, war ich erstaunt, wie einfach das geht. Und weil man den Strudel mit allem füllen kann, wonach einen gelüstet bzw. was die Vorratskammer/Jahreszeit so hergibt, er zudem warm und auch kalt schmeckt, passt er eigentlich in alle Lebenslagen. Als Mitbringsel für eine Party, ins Fresspaket fürs Büro, zum Sonntagskaffee oder auch einfach nur als Seelentröster. Ich mag ihn am liebsten mit Äpfeln, Zimt, Mandelblättchen, Rumrosinen und karamellisierten Semmelbröseln. Je nach Vorratslage mit Schlagsahne oder mit selbstgekochter Vanillesoße. Wer sich das vorher lieber nochmal anschaut: Hier demonstriert der Profi.
Es gibt Gerichte, bei denen man von nahezu allen Gesprächspartnern hört „Ach, die liebe ich, die hat meine Oma immer gemacht!” Dampfnudeln gehören definitiv zu diesen Gerichten, bei denen Kindheitserinnerungen wach werden.
Ich mache sie häufig, Württemberg ist halt doch Mehlspeis-Gebiet. Heute habe ich extra eine ganz kleine Portion zubereitet – normalerweise nehme ich 250 g Mehl und esse die Dampfnudeln auf zweimal. Aber um zu zeigen, dass man die Dampfnudeln wirklich auch in homöopathischen Dosen zubereiten kann, habe ich heute nur 125 g Mehl genommen und meinen kleinen, von Oma geerbten Topf mit ca. 17 cm Durchmesser und 1,25 Litern Fassungsvermögen. Übers Apfelkompott in single-gerechten Portionsgläschen schrieb ich ja schon. Also Dampfnudeln anrichten, Gläschen dazu und in die Komfortzone einchecken!
Um zwei Zitronen zu verwerten, stellte ich vor einigen Tagen Lemon Curd her. Ein Gläschen davon ging gleich an einen spontanen Besuch, der beim Rühren zuschaute und kam dort gut an. Mir war er (sie? es?) pur zu sauer, Grund könnte aber auch sein, dass die Angaben über die Menge an Zitronenschale und -saft sehr vage waren. Nun überlege ich, mit was ich ihn mischen könnte. Vielleicht mit Frischkäse? Habt Ihr Ideen?
Leider bin ich ja mit meinem Wissen um die Weblog-Technik noch irgendwo zwischen Steinzeit und Bronzezeit, sonst wären die Rezepte zu meinen Gerichten schon lange online. Bitte um Geduld! Daher verlinke ich einstweilen mal schnöde auf das Rezept bei Honest Cooking – ist allerdings leider mit diesen unsäglichen angelsächsischen Maßen und muss umgerechnet werden.
Als ich diesen griffigen Slogan entdeckte, musste ich ihn einfach in Essen umsetzen; und das, obwohl diese Ernährungsweise auf Dauer nichts für mich wäre.
Die dort vorgeschlagenen Zutat collard greens (grüne Blätter einer Gemüsekohlart) ist in Deutschland leider nicht verbreitet und da ich das zugrundeliegende Buch nicht kenne, weiß ich auch nicht genau, was mit green letztendlich gemeint ist. Ich deute es kurzerhand als Gemüse und habe eine Zucchini verwendet. Als grain (Getreide) kam Reis zum Zuge und für bean (Bohne) nahm ich Kidneybohnen aus der Dose, denn leider hatte ich gestern vergessen, die Azukibohnen für heute einzuweichen. Durch diese bequemen Zutaten wird es auch noch ein sehr schnell zubereitetes Gericht.
Vor einiger Zeit las ich in Wikipedia von diesem Rezept. Und als ich heute mal wieder spät abends nach Hause kam und noch ohne Mittagessen war, da musste ein schnelles Gericht auf den Tisch. Also hab ich mich an das bei Nicole abgebildete, alte Rezept von Escoffier gehalten.
Statt der dort angegebenen Cuillerée de Crème nahm ich Crème fraîche. Die schmeckte mir allerdings zu sehr raus, beim nächsten Mal werde ich einen anderen sahnigen Ersatzstoff versuchen. Und weil der Appetit groß war, nahm ich gleich zwei Eier und kochte auch noch etwas Gemüse parallel.
Ach so: Die französische Bezeichnung bedeutet ungefähr Eier im Steinzeugtopf an Sahne. Gibt bestimmt bessere Übersetzer als mich
Zwar bekommen wir zur Zeit schon einen Vorgeschmack auf den Frühling, aber ich denke, es werden noch kalte Tage kommen, an denen man sich mit einem kräftigen, wärmenden Essen stärken mag: Kassler, Sauerkraut und Kartoffeln.
Schon beim Einkauf ist das Gericht sehr praktisch – ich kaufe das Sauerkraut offen beim Metzger, wenn ich die Scheiben vom Kassler Rücken besorge. Kartoffeln hab ich immer im Haus, ein schrumpeliger Lagerapfel noch dazu und ein Zwiebelchen, Gewürze und schon kann man den Deckel schließen. Ich koche nämlich alles in einem Topf – im Schnellkochtopf.
Den Schwaben wird nachgesagt, sie seien findig bei der Resteverwertung. Ofenschlupfer ist so ein Gericht, jahrhundertealt, schlicht und zudem auch noch ruckzuck fertig. Vor allem im Winter wärmt es die Seele.
Ich backe ja selbst, daher fällt nicht viel trockenes Brot an (ich backe sozusagen „passgenau“), aber ich sammle die Anschnitte – meist für Hackbraten oder Fleischküchla (das sind Fleischpflanzerl respektive Buletten respektive Frikadellen) – und lege gelegentlich auch eine oder zwei Scheiben absichtlich zum Trocknen weg.
Die jetzt schon schrumpelig gewordenen Lageräpfel von der Streuobstwiese eignen sich perfekt für den Ofenschlupfer. Ich selbst schichte das Brot unten und die Äpfel oben, denn ich mag das Brot nicht knusprig, sondern gerne von der Eiermilch durchweicht. Aber das kann wirklich jede so handhaben, wie sie mag/die Auflaufform es hergibt.
Und weil das Gericht so schnell geht, reiche ich es – auch wenn es ein uraltes Gericht ist und nicht von solchem Chic wie die meisten anderen Blog-Gerichte – beim Blog-Event Speed-Cooking von Alex ein.
Eigentlich sollte ich es nicht so nennen, denn mit dem ursprünglichen Chili con carne hat es wenig zu tun. Meines enthält Hackfleisch, Kidneybohnen, Mais, Tomatenmark, Koriander, Gewürze und Chilischote(n).
Bevor ich begann, mir das Kochen beizubringen, war dieses schlichte Gericht eines der wenigen, die ich mich zuzubereiten traute, wenn Gäste kamen. Man kann nämlich wirklich nichts falsch machen. Man würzt moderat und der Gast würzt nach eigenem Geschmack nach; kommt der Besuch zu spät, köchelt das Gericht einfach schadlos weiter auf dem Herd. Dazu reicht man selbstgebackenes Brot.
Im Bild ist nur wenig Chilischote zu sehen, ich nahm nur eine halbe Schote für meine Singleportion, diese war aber richtig richtig scharf und das Essen wärmte mich für eine sehr lange Zeit. Probiert die Chilischote vor dem Würzen, sie haben ganz unterschiedliche Schärfegrade.

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